Ab und an liest man in der Zeitung, dass hier ein Haus abgebrannt ist oder dort ein Brandstifter am Werk war. Ich bedauere dann immer, nicht dabei gewesen zu sein. Denn ich liebe das Feuer. Nicht, dass ich mich ab dem Leid, das das Feuer bringt ergötze, sonder es weckt wohl einer meiner frühesten Kindheitserinnerungen.
Als ich ca. 3jährig war, brannte in der Nach eine Scheune gleich neben unserem Haus nieder. Ich durfte mitten in der Nacht aufstehen, es waren ganz viele Leute draussen und wir bestaunten alle das grosse ungewollte Feuerwerk. Gespannt entsetzt. Der Himmel war orange, die Funken sprühten bis zu den Sternen in dieser klaren Nacht. Ich sass auf dem Arm meiner Mutter und war geborgen und tief beeindruckt von der Gewalt des gierigen Feuers, das dieses riesige Gebäude einverleibte. Auch am Morgen danach glühte das Holz und rauchten die Ruinen noch. Wie ein riesiger, müder Drachen in seinen letzten Atemzügen röchelte das Feuer vor sich hin. Passiert ist nichts. Niemand hatte sich auch nur verbrannt. Es brannte nur eine Sommerernte von Heu für ein paar Kühe. Zwei Kinder haben abends beim Spielen einen Schwellbrand verursacht und nichts bemerkt. Gut, denn sonst kennte ich meine frühste Kindheitserinnerung nicht als imposantes Feuerwerk. Und ich würde bis heute das Spiel mit dem Feuer nicht verstehen